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20 Jahre selbständig und: aus Langheiter wird wieder Mayr

20 Jahre und ein bisschen weiser…

Am 1.April (ja, genau da!) 2005 habe ich mein Unternehmen gegründet. Lächelnd denke ich an mein erstes Logo zurück, damals noch in mintgrün und freue mich, dass ich jetzt mit Trainingsdesign so wunderbar etabliert bin. Zu diesen zwanzig Jahren wurde ich interviewt und freue mich, wenn ihr damit viel Freude, ein mögliches Wiedererkennen (warst du da vielleicht schon dabei?) und die eine oder andere Erkenntnis über mich habt!

 

Zuerst noch die latest news:

  • Name: Anna Mayr
  • Internet: www.trainingsdesign.com
  • E-Mail: anna@trainingsdesign.com
  • Interview: 20 Jahre selbständig (und viel zu oft selbst und ständig, deshalb gehe ich jetzt auch mehr Wandern!)
 
Die Wurzeln meines Unternehmens…

…liegen in der Tätigkeit als Lean Six Sigma Trainerin im Bankbereich. Trainieren fand ich ganz wunderbar und machte mich 2005 selbständig. Zuerst kam ein Großauftrag für Trainings zu diesem Thema und dann der Auftrag für das komplette Re-Design des 4wöchigen Trainings. Das war dann auch der (damals noch nicht von mir erkannte) Einstieg ins Trainingsdesign Consulting.

Mein Angebot beinhaltet…
Trainingsdesign Consulting und damit die Beratung von Unternehmen, die ihr Fachwissen intern weitergeben wollen und dafür interaktives Training und intern ausgebildete Trainer:innen brauchen.
Trainingsdesign Expert, die Weiterbildung für alle, die transferwirksame und evaluierbare Trainings konzipieren wollen.
Fachexperten zu Trainer machen, damit interne Trainings wirksam entwickelt und durchgeführt werden.

Die beste Entscheidung meiner Unternehmensgeschichte…
…auf das Thema Trainingsdesign zu setzen und mich spitz zu positionieren, das Buch „Trainingsdesign“  zu schreiben und die Trainingsdesign Weiterbildung zum Europäischen Trainingspreis einzureichen, auch um damit meinem Marktwert zu ermitteln.

Und die schlechteste…
… einige Marketingfails und vor allem, zwischendurch mal die spitze Positionierung zu verlassen.

Mein ungewöhnlichster Auftrag…
… ein Trainingsdesign Consulting für ein Unternehmen, das unter anderem eine ISO-Norm und andere „sperrige“ Themen in Präsenz trainieren wollte und sich dann auf eine interaktive Online-Lernstrecke mit Miro-Board-Betreuung und Teilnehmer-coaching eingelassen hat, sodass es auch weltweit ausgerollt werden konnte.

Mein Wunschauftrag…
… wenn im Rahmen einer Strategieänderung der Bedarf nach Training entsteht: Trainings so zu entwickeln, dass auf allen Ebenen die Mitarbeiter:innen trainiert sind, der Transfer adäquat geplant wird und tatsächlich evaluiert wird, ob die gewünschte Veränderung auch stattgefunden hat.

Das zurzeit erfolgreichste Angebot…
… ist neben dem Trainingsdesign Expert das neueste Angebot „ZRM und Wandern“, bei dem der Reflexion während des Erlebens des Zürcher Ressourcen Modells viel Raum durch Wandern und Naturerleben gegeben wird.

Das nächste große Projekt…
… Natur.Raum.Wandern mit Anna, in der ich meine Leidenschaft als Bergwanderführerin einzusetzen kann, um Training in der Natur anzubieten.

Mein Unternehmen bereichern würde…
Pippi Langstrumpf , denn sie bringt Mut und Unkonventionalität mit und probiert viel Neues aus und Elmar, der bunt karierte Elefant, denn der steht für Beständigkeit, Vielfalt und Humor im Leben.

Damit nicht alles in einer Wurscht steht, könnt ihr den zweiten teil eines Textes auch hier hineinpacken. 🙂

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Von einer, die auszog, den Ortler zu besteigen, auf der Wildspitze ankam und was das mit Lernen zu tun hat!

Grat vom Gletscher auf die Wildspitze (3768 hm)

Der Auslöser

Letztes Jahr fuhr ich über den Reschenpass ins Vinschgau in Südtirol. Statt der geplanten Wanderung bin ich direkt auf einen Berg zugefahren, der mich sofort fasziniert hat: der Ortler.

Mir war klar, dass mir die Voraussetzungen für diesen Berg fehlen: die Kondition, die mangelnde Kletter(steig)erfahrung, wenig Know-how im Gehen mit Steigeisen und einiges an Ausrüstung.

Der Berg lockte, der Bergführer hatte am Ende des Sommers Zeit und ich habe die Wochen vor unserem Termin an der Kondition gearbeitet und Ausrüstung gekauft.

Alles wäre bestens gewesen, hätte uns nicht das Wetter im Stich gelassen. Ein Genua-Tief hinterließ Schnee auf 3000 Meter Höhe. Das hat uns nicht abgehalten, auf die Hütte zu gehen und trotz schlechtem Wetter und Schnee sind wir am nächsten Morgen auf eine Erkundungstour aufgebrochen. Der Bergführer wollte wissen, was ich kann und was ich mich traue: Steigeisen anziehen? Mit Steigeisen auf Schnee gehen, wo man nicht weiß, was drunter ist? Mit Steigeisen auf dem Fels gehen und dann auch zu klettern? Ich gestehe, ich war außerhalb meiner Komfortzone. Ich war unsicher, manchmal langsam, habe mir Mut zugesprochen, um Hilfe gebeten. Und in kleinen Schritten wurde ich sicher, hatte mehr Vertrauen und somit auch mehr Spaß!

Doch nach 2 Stunden merkte ich, dass die Konzentration nachließ. Da nie angedacht war, an diesem Tag zum Gipfel zu gehen, sind wir zurück auf die Hütte.

Umplanung

Und dann kam die Planung: am nächsten Tag den Ortler machen oder einen anderen Gipfel suchen? Die Entscheidung wurde mir überlassen und ich war so zwiegespalten: ich wollte doch unbedingt auf den Ortler. Doch wollte ich das und war es unbedingt notwendig? Was genau wollte ich lernen und erleben?

Mein wirkliches Ziel war es, im Sommer über einen Gletscher zu gehen. Nach mehreren Rückfragen war klar, dass ich das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf der Wildspitze zwei Tage später erleben könnte. Die Entscheidung fiel mir zuerst echt schwer, doch plötzlich war es ganz klar: Die Wetterbedingungen waren hier nicht gegeben.

Und mein gewitzter Bergführer hat dann gleich noch eine Idee: ich könnte doch mit dem E-Mountainbike auf die nächste Hütte fahren. Ja, eh!

Komfortzone

Schon wieder außerhalb der Komfortzone und nur eine ganz kurze Einschulung. Dann der Satz: „Einfach treten und über die Steine drüberfahren!“ Ich habe mir wieder Mut zugesprochen, altes Mountainbike-Know-how hervorgeholt und ja, ich bin auch zweimal abgestiegen.

Das Highlight kam am nächsten Tag: im Dunkeln mit der Stirnlampe losgehen (das hat den Vorteil, dass man sich nicht fürchtet, weil man links und rechts nicht viel sieht), das Schillern des Mondes im See beobachten, über grobes Blockwerk gehen, den Klettersteig gefühlt bravourös meistern um dann am Rande des Gletschers zu stehen.

Und angeseilt im recht frischen Schnee über den Gletscher zu gehen. Es war wunderbar, leicht, aufregend und da und dort blitzte unter mir eine Spalte auf. Über den sehr windigen Grat auf den Gipfel der Wildspitze! Dort bemerkte ich glücklich, dass ich die eine oder andere Spalte erkannt hätte. Vom Bergführer kam der lapidare Satz: „Anna, du bist gerade über sehr viele Spalten gegangen.“

Die Freude, über den Gletscher dann zurückgehen zu können, kann ich kaum beschreiben. Es war leicht, rutschig und lustig. Die Kondition hat gehalten, die Energie war da.

Herausforderung

Ich habe gelernt, dass Klettersteige hinunter leichter sind und man sich beim Raufgehen nicht vor dem Runtergehen fürchten soll. Vor allem, wenn der Bergführer im Hintergrund die Fäden – oder besser gesagt das Seil – zieht.

Der Weg zur Hütte ist zäh, die Abfahrt mit dem E-Mountainbike abenteuerlich und ich bin mir noch nicht sicher, ob das E-Bike und ich Freunde werden.

Die Euphorie ist groß, der Lerneffekt riesig und die Vorfreude auf das nächste Jahr ist da.

Was hat das mit Lernen zu tun?

  • Setze dir Ziele.
  • Mache dir klar, was genau hinter dem Wunsch nach einem Ziel steht.
  • Sei flexibel genug, die Ziele zu schärfen oder in Frage zu stellen.
  • Überlege dir den Einsatz, den du zur Zielerreichung brauchst.
  • Sei dir im Klaren, dass es Faktoren gibt, die das Ziel unerreichbar werden lassen.
  • Sei mutig und probiere etwas völlig Neues aus!
  • Stelle viele Fragen, auch wenn es sich komisch anfühlt oder du glaubst, lästig zu sein!
  • Bitte um Hilfe, wenn du unsicher bist.
  • Mach einen Schritt nach dem anderen.
  • Lernen kann einfach sein, wenn man sich sicher sein kann, dass da jemand mit einem „Sicherungsseil“ da ist.

[Mein Bergführer: Stephan Mitter, www.alpine-kompetenz.com]

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Podcast mit Meike Hohenwarter

Meike Hohenwarter sagt über sich selbst: „Ich bin die Online Kurs Queen!“

Im Herbst war Meike im Rahmen der Convention der German Speaker Association bei mir im Workshop zum Thema „Learner Journey“ und hat mich eingeladen, darüber im Podcast zu sprechen. Hört rein in diesen sehr lebendigen Podcast, wenn ihr mehr wissen wollt über

  • die Definitionen von Blended Learning und digitalem Lernen,
  • meine #onlineliebe,
  • die Learner Journey und warum es mir so wichtig ist, dass Lernende wirklich wissen, was auf sie zukommt,
  • mein blutendes Herz, wenn die Teilnehmenden keine Zeit haben, das Gelernte anzuwenden,
  • und warum Lernkultur und Lernkompetenz immer wichtiger werden!

Viel Vergnügen beim Anhören

Online-Ansichts-Karte

Die Online-Ansichts-Karte 

Die Online-Ansichts-Karte ist aus den unterschiedlichen Kartensets entstanden, die ich seit 2020 in den unterschiedlichen Online-Meetings ausprobiert habe. Ich kann mich noch an die ELMO (Enough, let’s move on) erinnnern und hatte bei allen Kartensets den Eindruck, dass es so viele Karten gar nicht benötigt. 

Herausgekommen ist eine Ansichtskarte, auf der vier Möglichkeiten abgebildet sind:

  1. Mikrofon: ganz klar geht es hier darum, dass die Teilnehmenden das Mikrofon einschalten
  2. P wie Parkplatz: dieses Thema wurde lange genug besprochen. Lasst uns entscheiden, ob wir noch länger darüber sprechen wollen, oder auf den Parkplatz verschieben. Man kann diese Karte auch mit P wie Pause belegen. 
  3. und 4. Rot und Grün: für Schätzfragen, Quizfragen, für Wahrheit oder Lüge und auch für alle Arten von Abstimmungen verwendbar. 

 

Buchtipp: Vom Trainer zum agilen Lernbegleiter

„Vom Trainer zum agilen Lernbegleiter“ von J. Sammet und J. Wolf

Ich schicke voraus: klar ist mir vieles bekannt und ich habe einiges freudig mit „kenne ich“ abgenickt. Und doch habe ich selten eine so komprimierte und doch klare Zusammenfassung dessen gelesen, was sich gerade tut und worauf wir als Trainer bzw. agile Lernbegleiter achten sollten.

In Folge beschreibe ich ein paar Highlights die ich unter Cool / Neu / Inspirierend oder Weiter Nachdenken einordne:

  • Was in meiner Trainingsbedarfsanalyse bis vor kurzem noch „Gewünschte Ergebnisse“ und dann kurz „Business Goals“ hieß, wird wohl jetzt auch „Performance Goals“ heißen.
  • Bei Erreichung der „Performance Goals“ ist das Problem gelöst. Wie simpel! Und wie schön, auch die beiden Dimensionen zu unterscheiden, die mich schon länger beschäftigen: die Relevanz für das Unternehmen und die persönliche Relevanz für den Mitarbeiter.
  • Die Unterscheidung in geleitetes und selbstgesteuertes Lernen mit den Begriffen Push und Pull. Damit kann ich ganz schnell etwas anfangen, komme ich doch auch aus der Lean-Ecke. Und die Klarheit, dass diese Unterteilung beim formellen Lernen besser unterscheidbar ist, als beim informellen Lernen.
  • Der Lernort ist der Praxisort! Onlinetrainer bilde ich logischerweise in Onlinesettings aus. Und wenn das Kundengespräch in einer Filiale durchgeführt werden soll, ist auch das Training des Kundengesprächs selbst als Präsenztraining durchzuführen. Dass man allerdings vorher und nachher Inhalte mit Blended Learning auslagern kann, versteht sich von selbst.
  • Arbeitsanleitungen kann man mit der WWW-Methode bestens formulieren: Warum? Was? Wie? Wie wichtig klar formulierte Übungsanleitungen sind, ist mir besonders im Online-Raum aufgefallen, in dem die zumeist technische Erklärung des „Wie“ besonders detailliert sein muss.
  • Informelles Lernen folgt keinem linearen Prozess mehr und ist ein Lernen in Netzwerken mit seinen reichhaltigen Möglichkeiten: von Blogs und Podcasts bis hin zu Barcamps und Lunch&Learn. Ich erlebe den Erfolg von informellem Lernen gerade selbst, da ich in meinem zweiten LernOS-Zyklus bin: nach WOL jetzt im OKR-Durchgang.
  • Informelles und selbstgesteuertes Lernen bedeutet, dass der Lernende über Ziel, Lernstoff, Zeit und Rhythmus entscheidet. Neugierig bin ich hier, wie es gelingen wird, die Eigenverantwortung und die Selbstlernkompetenz der Mitarbeiter zu fördern, damit selbstgesteuerte Lernen von der Bedarfserkennung bis zur Evaluierung vom Mitarbeiter durchgeführt werden kann.
  • Die Idee der Kombination von formalen Lernzielen mit informellen Lernzielen. Der Lernende sucht sich sein eigenes, zusätzliches Lernziel und wertet so den Lernprozess auf. Diese Idee habe ich schon seit einigen Monaten und werde es bei der nächsten offenen Ausbildung als begleitenden Lern-Transfer-Circle anbieten.
  • Das Aufzeigen des Prozesses, wie selbstgesteuertes Lernen laufen kann und wie der Lernermöglicher dieses Lernen bestmöglich unterstützen kann.
  • Und zum Schluss: Die aktuellen Literaturtipps, die so viel Lust auf die nächsten Bücher machen.

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Das Webinar findet am 03.04.2024 um 17:30h statt

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